Stadthof Hanau erhält zwei Goldmedaillen und eine Bronze beim BrandEx Award

Stadthof Hanau erhält zwei Goldmedaillen und eine Bronze beim BrandEx Award
Stadthof Hanau erhält zwei Goldmedaillen und eine Bronze beim BrandEx Award | Bild: © Stadt Hanau

Der Stadthof Hanau wurde bei dem Branchenwettbewerb BrandEx Award mit zwei Goldmedaillen und einer Bronzemedaille ausgezeichnet. Die Preise wurden auf der Fachmesse boe international in Dortmund vergeben. Das Projekt war eine Gemeinschaftsarbeit der Stadt Hanau und der satis&fy AG und hatte bereits zuvor mehrfach nationale Anerkennung erhalten.

Auszeichnung im Wettbewerbsumfeld

Die Jury des BrandEx Award, einem wichtigen Preis für Messebau und Eventarchitektur, verlieh Gold in den Kategorien Best Stand Smart und Best Store Concept sowie Bronze in Best Execution Architecture. Die Entscheidung fiel nach drei Bewertungsrunden unter mehreren hundert Einreichungen. Unter den Mitbewerbern waren nationale und internationale Projekte von Unternehmen wie BMW, Porsche und Google sowie nationale Pavillons für die Expo 2025. Die Platzierungen wurden bei der boe international in Dortmund bekannt gegeben.

Die Kategorie Best Stand Smart würdigt Konzepte, die unter schwierigen Rahmenbedingungen durch technische und gestalterische Lösungen überzeugen. Best Store Concept hebt Markenräume hervor, die Kunden unmittelbar ansprechen. In Best Execution Architecture geht es vor allem um die realisierte Umsetzung und die Innovationskraft der Architektur.

Vom Kaufhaus zum multifunktionalen Stadtraum

Das Gebäude, das heute Stadthof Hanau heißt, war bis März 2023 eine Filiale von Galeria Kaufhof. Die Stadt Hanau kündigte noch am Tag der Schließungsankündigung an, das 1957 errichtete Haus zu erwerben. Nach einem einstimmigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Oktober 2023 wurde das Objekt im März 2024 übernommen. Die Eröffnung als Stadthof erfolgte ein Jahr später am 13. März 2025.

In kurzer Zeit entstand in Kooperation mit der satis&fy AG ein Nutzungskonzept, das Ladenflächen um eine zentrale Agora gruppiert. Die Agora dient als multifunktionale Fläche für bis zu 100 Gäste und wird als Treffpunkt, Veranstaltungsort und Ruhezone genutzt. Das erste Obergeschoss bietet Raum für Ausstellungen. Aktuell ist dort die Ausstellung Koerperwelten zu sehen, im Februar ist eine Ausstellung mit Arbeiten von Banksy geplant. Im zweiten Obergeschoss befindet sich die HURA Hanau Retro Arcade mit klassischen Flipper- und Automaten. Perspektivisch soll dieses Stockwerk zur Bildungsetage werden, unter anderem mit der Brueder Grimm Akademie Hanau. Im dritten Obergeschoss sind neben städtischen Einrichtungen gastronomische Angebote mit einer Terrasse und Blick über den Marktplatz vorgesehen.

Die Stadt hat das Haus bewusst nicht an einen privaten Investor übergeben, um die Entwicklung an dieser zentralen Innenstadtlage selbst zu steuern.

Reaktionen von Stadt und Projektpartner

Hanaus Oberbuergermeister Claus Kaminsky bewertete die Auszeichnungen als Bestätigung des Projekts und hob hervor, dass der Stadthof Begegnung, Kultur, Bildung und Handel vereine. Er dankte der satis&fy AG für die Zusammenarbeit und erklärte, die Preise zeigten, dass der eingeschlagene Weg der Stadt richtig gewesen sei.

Der CEO der satis&fy AG, Nico Ubenauf, bezeichnete den Stadthof als Leuchtturmprojekt und verwies auf die kurze Umsetzungszeit. Er betonte, dass bei der Gestaltung nicht allein Umsatz, sondern das Erlebnis pro Quadratmeter als Maßstab gedient habe. Ubenauf äußerte die Hoffnung, dass andere Kommunen diesen Mut zur Neugestaltung von Innenstädten aufgreifen.

Martin Bieberle, Leiter der städtischen Stadtentwicklung, sagte, die Auszeichnungen bestätigten die intensive Arbeit der Verwaltungsteams am Projekt. Die öffentliche Wahrnehmung habe dazu geführt, dass wiederholt neue Mietinteressenten und Kooperationspartner auf Hanau aufmerksam würden. Bieberle sieht darin Hinweise auf eine Stärkung des Standorts als kreativer Wirtschaftsraum.

Mit den aktuellen Preisen zählt der Stadthof zu mehreren national anerkannten Projekten der letzten Monate. Die Stadt und ihre Partner wollen die Entwicklung der Anlage weiter vorantreiben und das Zentrum als Aufenthalts- und Veranstaltungsort stabilisieren.

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