Hanau plant Ausbau der Ausbildungsplätze für 2027 und setzt auf eigene Nachwuchskräfte

Hanau plant Ausbau der Ausbildungsplätze für 2027 und setzt auf eigene Nachwuchskräfte
Hanau plant Ausbau der Ausbildungsplätze für 2027 und setzt auf eigene Nachwuchskräfte | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Die Stadt Hanau will ihre Ausbildungsangebote zum Jahr 2027 erweitern. Der Magistrat hat einem Plan zugestimmt, der bis zu 29 zusätzliche Ausbildungsplätze vorsieht. Ergänzend sind berufsbegleitende Weiterqualifizierungen für bestehende Mitarbeitende sowie Einstiegsqualifizierungen für benachteiligte Jugendliche und Geflüchtete vorgesehen.

Ausbildungsfelder und Zahl der Plätze

Die neuen Plätze richten sich vor allem an Verwaltungsberufe, den feuerwehrtechnischen Dienst und technische Handwerksberufe. Geplant sind Ausbildungen in der Verwaltung, im Bereich Medien und Informationsdienste, duale Studiengänge wie Bachelor of Arts in Public Administration, Digitale Verwaltung, Soziale Arbeit sowie Soziale Sicherung und Sozialverwaltungswirtschaft, außerdem Brandmeisterinnen und Brandmeister, Kfz Mechatronikerinnen und Kfz Mechatroniker für Nutzfahrzeuge und Straßenbauerinnen und Straßenbauer.

Nach aktueller Planung sollen am 1. Oktober 2027 insgesamt bis zu 65 Auszubildende und Studierende in der Stadtverwaltung beschäftigt sein. Diese Zahl umfasst sowohl die neu zu besetzenden Ausbildungsplätze als auch diejenigen, die sich bereits in späteren Lehrjahren befinden. Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service bietet zusätzliche Plätze in handwerklichen und technischen Berufen an.

Motivation, Übernahme und Qualifizierung

Als Begründung für die Ausweitung nennt die Stadt den anhaltenden Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst und bevorstehende altersbedingte Personalabgänge. Die Verwaltung sieht die Ausbildung eigener Nachwuchskräfte als Beitrag, um die Funktionsfähigkeit der Stadtverwaltung langfristig zu sichern und die spezifischen Anforderungen einer modernen Verwaltung abzudecken.

Die Stadt betont, dass Ausbildungsangebote nicht nur Personalgewinnung, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung seien. Bei entsprechender Leistung sollen Nachwuchskräfte nach Abschluss ihrer Ausbildung oder ihres dualen Studiums in der Regel in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse übernommen werden. Im Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service ist mindestens eine halbjährige Weiterbeschäftigung vorgesehen.

Haushalt, Gremienbeteiligung und soziale Angebote

Die Umsetzung der Ausbildungsplanung steht unter dem Vorbehalt der Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel im Rahmen der Haushaltsberatungen. In die Planungen wurden die Personalräte der Inneren und Technischen Verwaltung, das Amt für Brand und Bevölkerungsschutz sowie die Gleichstellungsbeauftragten eingebunden; diese Gremien unterstützen das Vorhaben.

Zusätzlich zu den regulären Ausbildungen sieht die Stadt weiterhin Programme vor, die den Einstieg in Ausbildung und Beruf erleichtern sollen. Dazu zählen Einstiegsqualifizierungen für Menschen mit Fluchthintergrund, Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen, Personen mit eingeschränkten Deutschkenntnissen und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Ziel ist es, berufliche Perspektiven zu erweitern und Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Quelle anzeigen

redaktion
Redaktion Offenbacher Stadtmagazin 124 Artikel
Dein urbaner Begleiter