Doppelabschluss in dreieinhalb Jahren: BGBA Hanau begrüßt 46 neue Studierende

Doppelabschluss in dreieinhalb Jahren: BGBA Hanau begrüßt 46 neue Studierende
Doppelabschluss in dreieinhalb Jahren: BGBA Hanau begrüßt 46 neue Studierende | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Die Brüder Grimm Berufsakademie Hanau hat ihr Wintersemester 2026/2027 begonnen. Im Stadtverordnetensaal des Neustädter Rathauses begrüßten Verantwortliche 46 Erstsemester aus mehreren deutschen Bundesländern und aus Italien. Die Akademie tritt mit dem Studienangebot an, akademische Abschlüsse und handwerkliche Ausbildungen zu verknüpfen. Insgesamt sind an der Einrichtung nun rund 160 Studierende eingeschrieben.

Studienmodell mit Doppelqualifikation

Die BGBA kombiniert ein Bachelorstudium mit einer Berufsausbildung. Die Regelstudienzeit beträgt dreieinhalb Jahre. Am Ende erwerben die Absolventinnen und Absolventen den Bachelor of Arts sowie den Abschluss ihres gewählten Ausbildungsberufs. Damit sollen methodische Kompetenzen und praktische Fertigkeiten unmittelbar miteinander verknüpft werden, was laut Akademie und Kooperationspartnern die Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt oder ein anschließendes Masterstudium verbessert.

In den Studiengängen Produktgestaltung und Designmanagement sind kreative und handwerkliche Ausbildungen integriert, etwa Goldschmiedinnen und Goldschmiede, Metallbildnerinnen und Metallbildner sowie Mediengestalterinnen und Mediengestalter. Im Bereich Innovationsmanagement und Marketing sind kaufmännische Ausbildungsberufe wie Industriekaufleute und Kaufleute für Marketingkommunikation Bestandteil des Curriculums.

Neuer Jahrgang und Lehratmosphäre

Die 46 neuen Studierenden stammen aus Bayern, Baden Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein Westfalen, Rheinland Pfalz, Schleswig Holstein, Sachsen Anhalt und Hessen sowie aus Italien. Die Akademie beschreibt ihre Lehratmosphäre als persönlich und familiär. Kleine Semestergruppen und intensive Betreuung sind zentrale Merkmale, bei denen die enge Verzahnung von Theorie und Praxis betont wird.

Hanaus Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Borowski sagte, das besondere Merkmal der Akademie liege in der Verbindung handwerklicher Ausbildung und akademischer Qualifikation. Die Zahl der Neuaufnahmen zeige, dass das Studienmodell in der Breite Anklang finde und Hanau als Hochschulstandort an Bedeutung gewinne.

Organisation und Perspektiven

Die Akademie hat ihren Campus kürzlich erweitert und personell aufgestockt. Anfang des Jahres wurde das Sekretariat verstärkt; Brita Gränert ergänzt dort das bestehende Organisationsteam. Akademieleiter Prof. Martin Krämer erklärte, in den kommenden dreieinhalb Jahren sei es Aufgabe der Einrichtung, die Studierenden fachlich und persönlich zu begleiten, um sie auf das Berufsleben vorzubereiten.

Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats der BGBA, verwies auf moderne Seminarräume, Labore und Ateliers sowie auf studentische Arbeitsbereiche als Rahmenbedingungen für Studium und Lehre. Er betonte zudem, dass das studentische Leben in der wachsenden Stadt Hanau zur Attraktivität des Standorts beitrage.

Die BGBA positioniert sich als tertiäre Bildungseinrichtung mit Fokus auf Innovation. Nach eigenen Angaben zielt das Angebot darauf ab, akademisches Wissen und praktische Anwendung so zu verbinden, dass die Studierenden unmittelbar erfahren, wie methodische Ansätze in der Praxis funktionieren.

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