
Die Städtischen Museen Hanau zeigen vom 19. Mai bis zum 18. Oktober im Schloss Philippsruhe die Ausstellung „Männer und ihre Tiere“ mit mehr als 80 großformatigen Fotografien in Schwarz und Weiß. Die Bilder der in Hanau geborenen Fotografin Ruth Marcus dokumentieren Begegnungen zwischen Männern und ihren Tieren und thematisieren Vertrautheit, Zuneigung und eine unaufgeregte Form von Männlichkeit.
Ausstellung und Motive
Die schwarzweiß Fotografien zeigen Männer mit Hunden, Katzen, Pferden und auch selteneren Begleitern. In den Porträts treten die Abgebildeten ruhig, zugewandt und unverstellt in Erscheinung. Die Serie legt nahe, dass der Umgang mit Tieren soziale Rollen weniger auffällig macht und stattdessen persönliche Nähe und emotionale Bindungen in den Vordergrund rückt.
Unter den gezeigten Personen finden sich neben Laien auch öffentlich bekannte Gesichter. Zu den Porträtierten gehören der inzwischen verstorbene Kulturpolitiker Hilmar Hoffmann und der Comedian Henni Nachtsheim. Die Auswahl der Motive erstreckt sich über mehr als 80 großformatige Aufnahmen und ist in ihrer Bildsprache zurückhaltend und auf Beobachtung bedacht.
Entstehung der Serie
Ruth Marcus begann die Arbeit an der Serie bereits 2005 während der Entstehung ihres ersten Bildbands „Hundeaugenblicke“. Dabei fiel ihr auf, wie stark die Aufmerksamkeit vieler Männer ihren Tieren galt. Diesen Eindruck verfolgte sie konsequent weiter. Viele der Porträtierten fand sie im persönlichen Umfeld oder durch zufällige Begegnungen.
Über die ästhetische Ebene hinaus versteht Marcus die Reihe als Ausgangspunkt für Fragestellungen zu Sinn, Nähe und menschlicher Existenz. Tiere erscheinen in den Bildern als verlässliche Begleiter, die emotionale Bedürfnisse erfüllen und ein Gefühl von Zugehörigkeit und Verbundenheit mit der Natur vermitteln.
Künstlerin, Vorträge und praktische Hinweise
Ruth Marcus arbeitete nach ihrem Medizinstudium zunächst als Ärztin und als Medizinjournalistin. Seit 2005 widmet sie sich ausschließlich der künstlerischen Fotografie. Ihre Arbeiten wurden national und international ausgestellt. In Hanau ist sie bereits mit früheren Projekten präsent gewesen, unter anderem mit den Reihen „Hundeaugenblicke“ und „Katzen“ sowie einer Ausstellung zu August Gaul unter dem Titel „Skulpturen gesehen von Ruth Marcus“.
Begleitend zur Ausstellung bietet die Künstlerin fünf Sonntags Führungen an. Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Führungen stellt die Museumsleitung auf der Webseite der Museen Hanau zur Verfügung.
Quelle anzeigen

